NSA & Fukushima

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Toska
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NSA & Fukushima

Beitrag von Toska » 27.12.2013, 07:14

In den USA läuft derzeit eine ganz veritable Kampagne gegen Präsident Obama. Die Liste der Skandale, in die er verwickelt ist, die ist ja lang und ziemlich heftig. Da sind Veteranenverbände des Militärs ganz fett mit dabei - teilweise in hochkarätiger Besetzung. Die Presse sägt (entlang der ideologischen Lager) auch recht heftig mit; beißt sich aber derzeit eher an Obamacare, den außenpolitischen Totalfehlschlägen und den Geheimdienstauswüchsen fest.

Hier mal eine News, die so richtig, richtig geil ist:
More than 50 U.S. Navy sailors who served aboard ships that responded to the 2011 Fukushima disaster in Japan report falling ill to cancer and other radiation-linked diseases.

The reported illnesses among sailors who served on the USS Ronald Reagan and other Navy ships make it imperative to ascertain whether the Navy knew or should have known the conditions into which it was sending personnel. To that end, it is critical to know whether the NSA intercepted telephone and email communications from the Tokyo Electric Power Company, and whether the spy agency knew that TEPCO was covering up the multi-reactor meltdown at the time the Pentagon ordered sailors into harm’s way during “Operation Tomodachi.”

Quelle: http://communities.washingtontimes.com/ ... ry-sent-a/
Die NSA hat ja sowieso alles und jeden ausspioniert. Also ganz bestimmt auch TEPCO und die japanische Regierung während Fukuschima. Also hat man auch von den Kernschmelzen gewusst. Die NSA ganz bestimmt. Somit auch Obama. Und dennoch schickte er die Trägerflotte um die "USS Ronald Reagan" in die Strahlenwolke und jetzt haben die ersten 50 Seeleute Krebs.

Das ist schon so scharf kombiniert, dass es ins Perfide abdriftet.
Grüße,

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Beitrag von Toska » 10.01.2014, 14:00

Heise.de hat genau diesen Blickwinkel gestern auch nochmal aufgegriffen und darüber berichtet:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 80554.html

Irgendwo in den Abgründen der Troll-Kommentare zum Artikel dann auch dieses sehr lesenswerte Fundstück:

http://nypost.com/2013/12/22/70-navy-sa ... an-rescue/

Unmittelbar nach Einfahrt in die radioaktive Wolke wurde die Flotte mit radioaktivem Schnee eingedeckt. Der strahlende Dampf aus den Reaktoren ist halt in der kalten Atmosphäre zu Schneewolken kondensiert, die über See abschneiten. Die Strahlenbelastung in der Luft lag teilweise 300-fach über noch zulässigen Grenzwerten und Oberflächen waren durch den Schnee noch stärker verstrahlt. Dennoch wurde der Schnee ohne selbst die einfachsten Schutzmaßnahmen wie Mundschutz oder gar Strahlenschutzanzüge von Hand geräumt und der Flugbetrieb ging erstmal weiter.

Zu dem Zeitpunkt, als die Strahlenwolke und der Schnee über den Träger rieselte, dümpelte die Flotte bereits seit anderthalb Tagen in stark kontaminiertem Seewasser und man brauchte mehrere Tage, um wieder in unbelastete Gewässer zu fahren. Schlimmer noch: Das Frischwasser an Bord wird durch Entsalzungsanlagen gewonnen und deswegen waren auch die Trink- und Brauchwasser-Vorräte an Bord bereits in nicht unerheblichem Maß kontaminiert. Die haben also für zweieinhalb Monate verstrahlte Brühe gesoffen, damit gekocht und geduscht - weil nichts anderes da war und kein Hafen sie aufnehmen wollte.
“We have a multimillion-dollar radiation-detection system, but . . . it takes time to be set up and activated,” Cooper said.

“And then we couldn’t go anywhere. Japan didn’t want us in port, Korea didn’t want us, Guam turned us away. We floated in the water for two and a half months,” until Thailand took them in, she said.

All the while crew members had been suffering from excruciating diarrhea.

“People were s- -tting themselves in the hallways,” Cooper recalled.
Das ist schon ein ziemliches Komplettversagen der zivilen und militärischen Führung. Dass sowas passieren kann, ohne das Köpfe rollen ist mir unbegreiflich.
Grüße,

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Beitrag von cubi » 10.01.2014, 18:17

Vielleicht war das ja nur durch eine "glückliche" Fügung die Fortführung des Manhattan Projekts. Damals waren arme Schweine der Army die Versuchskaninchen. Den Militärwissenschaftlern geht bei so einem Großversuch sicher einer ab!
cu cubi
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