Ukraine

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Re: Ukraine

Beitrag von Herr Rossi » 18.11.2022, 10:33

Ja Toska, kann man so unterschreiben. Ich bin allerdings langsam auch etwas müde. Wir sind ja noch nicht einmal an dem Punkt, wo wir als Gesellschaft endlich mal den Corona Wahnsinn versuchen aufzuarbeiten. Zwar trauen sich die Medien langsam und schrittweise daran endlich auch die Schäden sichtbar zu machen, aber politische Verantwortung? Null, stattdessen immer nur mehr Repression gegen die, die versuchten und noch versuchen aufzuklären.
Gerade hat es dazu passend dann auch die Nachdenkseiten erwischt. Die Gemeinnützigkeit will man ihnen streitig machen. Das ist keine Lapalie, sondern gefährdet deren gesamtes Finanzierungskonstrukt. Gleichzeitig kann eine Hetzerseite wie der Volksverpetzer unbeschadet weiter unter dem Banner einer vermeintlichen Gemeinnützigkeit segeln und in dem Fall mache ich mal eine weitsichtige Voraussage: Die werden niemals ein Verfahren abbekommen, wo man ihnen versucht das streitig zu machen.
Wenn es nur Ausnahmen wären, dann könnte man sich das vielleicht noch schön reden, aber es ist mittlerweile ein Repressionssystem, was gezielt vorgeht und versucht jegliche Opposition ganz besonders auch im Medienbereich platt zu machen. Du selbst hast ja viele Beispiele dazu genannt. Das Instrument dazu sind die weisungsgebundenen Staatsanwaltschaften und mittlerweile glaube ich sogar, dass das kein Konstruktionsfehler der BRD ist, sondern schon immer so gedacht war, dass man in "schweren" Zeiten effektiv diejenigen rausnehmen kann, die schlichtweg stören.

Aber so ist es halt und es ist keine Korrektur in Sicht. So werden wir diesen Weg halt gehen. Immerhin weiß ich seit 2,5 Jahren sehr gut wie ich mich außerhalb dieses Wahnsinns arrangieren kann und das durchaus auch mit viel Freude und einem persönlichen positiven Umfeld. :)

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Re: Ukraine

Beitrag von Herr Rossi » 18.11.2022, 10:49

Roland von Gilead hat geschrieben:
18.11.2022, 10:07
Strompreis - wird anhand der teuersten Produktionsart, also Gas festgelegt
Gaspreis - die Frachter drehen Runden um auf eine Steigen der Preise zu hoffen (steht zumindest in den Mainstream Medien)
Beides übrigens korrekt. Zum Strompreis hat Jens Berger auf den Nachdenkseiten einen gut verständlichen Artikel dazu geschrieben wie die Preise zu Stande kommen:
Um zu verstehen, warum der Strompreis zurzeit durch die Decke geht, muss man zunächst einmal wissen, wie dieser Preis überhaupt entsteht. Früher war dies relativ einfach. Versorger wie die Stadtwerke produzierten den Strom in eigenen Kraftwerken selbst und kauften sich die nötigen zusätzlichen Mengen von großen Stromkonzernen, die beispielsweise Kohle- und Kernkraftwerke betrieben. Angebot und Nachfrage regelten hier den Preis. Der Ausbau der regenerativen Energien war in diesem Preismodell jedoch problematisch. Sonne und Wind haben den Vorteil, dass sie nahezu keine nennenswerten Grenzkosten haben; ob der Wind weht oder die Sonne scheint, spielt für die Kostenseite der Stromerzeuger keine große Rolle. Wer diese Energien ausbauen will, muss also dafür sorgen, dass sie privilegiert ins Netz eingespeist werden und am Markt fair bezahlt werden.

Dazu hat man die sogenannte Merit Order als Regelwerk an den Strombörsen eingeführt. Was komplex klingt, ist eigentlich ganz einfach. Der Strom wird in der Reihenfolge der Grenzkosten der Kraftwerksbetreiber ins Netz eingespeist – so lange, bis der momentane Bedarf gedeckt ist. Zuerst sind dies Wind- und Solar-Kraft, dann kommen Kernenergie und Braunkohle und als Letztes kommt (nicht erst seit der Preisexplosion, sondern schon immer) Gas, da hier die Grenzkosten am höchsten sind. Der besondere Clou bei der Merit Order ist, dass sich der Preis für den gesamten Strom stets nach dem Kraftwerk richtet, das als letztes zugeschaltet wurde; also dem Kraftwerk, das die höchsten Grenzkosten hat. Und dies sind aktuell – warum, dazu kommen wir gleich – nun einmal so gut wie immer Gaskraftwerke. Der gesamte Strom wird also zum Grenzkostenpreis der Gaskraftwerke verkauft – auch der eigentlich viel preiswertere Strom aus regenerativen Energien und die großen Grundlastmengen, die aus Braunkohle und Kernenergie erzeugt werden. Steigt also der Preis für das „typische“ Grenzkraftwerk, steigt auch immer automatisch der Preis für alle Kraftwerke. So sinnvoll die Merit-Order-Regelung in normalen Zeiten sein mag – mögliche Knappheiten bei einem wichtigen Energieträger, der die Spitzenlast abdeckt, sind ihre Achillesferse.
Dazu drehen die Frachter tatsächlich "Runden" und der Preis ist in der Folge tief im Keller. Das ist aber kein Dauerzustand, sondern dem Umstand geschuldet, dass die EU weltweit Kapazitäten weggekauft hat. Dabei betraf das auch vertraglich durch andere Länder gebuchte Volumen. Die Vertragsstrafen waren halt oft günstiger als der zu erwartende Mehrgewinn, den die EU zahlt. Den Teil hatte ich übrigens anfänglich auch nicht auf dem Schirm, nachträglich betrachtet war das natürlich recht naiv.
Aber: Das wird sich auch wieder ändern und das Frackinggas aus den USA, welches mit Frachtern nach Europa gebracht wird, ist nunmal von seinen Grundkosten her deutlich teurer als das Pipelinegas aus Russland. Ergänzt wird diese Problematik durch den schwachen EUR (das Gas bezahlen wir in Dollar). Die hohen Energiekosten fressen für die EU die komplette bisher deutlich positive Handelsbilanz auf. Diese steht im Moment im Minus. Faktisch müssen wir uns also gegenüber der Welt für unsere Energie verschulden. Ein Teufelskreis! Das kann man mit einer Weltwährung wie dem Dollar vielleicht machen, aber der Euro ist das nicht. Und selbst beim Dollar bleibt das keineswegs ohne Schäden.
Dabei hätten wir selbst bei einem gleichbleibenden Kurs gegenüber Russland Alternativen: Wir könnten wieder mehr Atomenergie (davon bin ich auch kein Fan), wir könnten wieder mehr Kohle fördern und verbrennen und wir könnten natürlich auch Gas aus unseren eigenen Gasfeldern fördern. Aber all das nicht zu tun und stattdessen unsere Handelsbilanz für den Einkauf von teurer Energie zu opfern, wird definitiv keine positive wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen.

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Re: Ukraine

Beitrag von Roland von Gilead » 18.11.2022, 13:18

Zu solch schwierigen Zeiten zeigt sich tatsächlich auch ein Nachteil der freien Marktwirtschaft, Firmen packen sich gerade jetzt die Taschen voll ....Ich finde eine Übergewinnsteuer sollte auf jedenfall kommen und der Schwachsinn, den Strompreis am teuersten Energieträger zu koppeln, in solchen zeiten sollte man abschaffen. Stellt ecuh mal vor man hätte zu Anfang von Corona Strom durch verbrennen von Klopapier erzeugt :eek:

Die Stromvorfahrt der großen Energierzeuger geht mir sowieso schon seit Jahren auf den Sack, früher hat die heimische Indurstrie viel Strombedarf durch z.B. ein eigenes Wehr gedeckt, das durften die dann irgendwann nicht mehr - ist das nicht Schwachsinn.
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Re: Ukraine

Beitrag von Herr Rossi » 18.11.2022, 16:06

Golem hat übrigens was zu dem Fall, den Toska erwähnt hatte, die Festnahme in Bayern:

https://www.golem.de/news/klimaproteste ... 69880.html
Ein Mitglied des Chaos Computer Club Cologne (C4) ist Anfang November 2022 in Bayern präventiv festgenommen worden. Am 17. November wandte sich der Verein mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit und kritisierte die Präventivhaft. Diese ist seit der Novelle des neuen Polizeiaufgabengesetzes ein polizeiliches Mittel in Bayern.
Weiter:
Kontext der Inhaftierung ist das bayrische Polizeiaufgabengesetz. Es wurde im Jahr 2017 überarbeitet: Seitdem dürfen Menschen mit der Begründung der Terrorismusabwehr für 60 Tage ohne Anklage oder Prozess präventiv inhaftiert werden. Derweil erklärte der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, dass der Begriff "Klima-RAF" - wie Alexander Dobrindt (CSU) ihn verwendete - für die Letzte Generation nicht zutreffend sei.
Das war so dermaßen vorhersehbar, dass wenn man der Polizei ein solches Mittel in die Hand gibt, dass es dann auch missbraucht werden würde.

Ich bin echt kein Fan der Klimaaktivisten und die Sitzblockaden auf Straßen sollte man im Rahmen von Nötigungsklagen auch entsprechend bestrafen, es sei denn die sind tatsächlich von der Anmeldebehörde so durchgewunken worden. Wenn dem so ist, dann frage ich mich jedoch direkt warum das passierte, denn die Anmeldung von Demonstrationen und deren Streckenführung habe ich in den letzten 2 Jahren deutlich anders miterlebt. Zentrale Straßen oder gar Autobahnen dauerhaft zu blockieren wäre null duchgegangen. Wird hier mal wieder politisch begünstigt bzw. umgekehrt benachteiligt?

Davon ab ist es imo so oder so ein NoGo einen Aktivisten auf Basis dieses eh schon zweifelhaften Polizeigesetzes präventiv einzubuchten. Selbst wenn man in ihm eine weiterhin bestehende Gefährdung sieht, dann hat zeitnah eine Anklage zu erfolgen und ein Gericht muss über den weiteren Vorgang urteilen.

Schmunzeln musste ich bei:
Golem.de sprach mit einem C4-Mitglied kurzfristig am Telefon. Darin sagte er: "An die Polizei vergebene Kompetenzen werden für politische Stimmungs- und Meinungsmache genutzt. Es ist unfassbar und in keinster Weise hinnehmbar, dass unser Freund und Mitglied für zivilen Ungehorsam im Bezug auf die uns alle betreffende Klimakatastrophe teils schlimmer behandelt wird als ein Schwerverbrecher."
Liebe Mitmenschen, genau das habt ihr als alltägliche Praxis über einen Teil eurer Mitbürger in den letzten Jahren ergehen lassen. Dabei waren die Übegriffe teilweise so brutal, dass es schwere Verletzungen gab (in Berlin gab es sogar einen Toten im Rahmen einer Polizeimaßnahme, wobei das ursächlich wahrscheinlich nie der Polizei zugeschrieben werden wird). Und ja, ich teile die Kritik, aber sie gilt universell und nicht nur selektiv bei Themen, die einem gerade gefallen.

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Re: Ukraine

Beitrag von KidStealth » 19.11.2022, 16:42

Toska hat geschrieben:
18.11.2022, 08:57
Es ist mittlerweile absolut amtlich, dass die "Impfungen" weder Eigen- noch Fremdschutz bieten, enorme gesundheitliche Risiken haben (plus Übersterblichkeit, reduzierter Fruchtbarkeit und erhöhter Kindersterblichkeit), die in direkter Relation zur Anzahl der "Auffrischungen" stehen
Da hätte ich gerne mal ne belastbare, seriöse Quelle
Toska hat geschrieben:
18.11.2022, 08:57
Die Straßenkleber der "verlorenen Generation" dagegen? Die kratzt man bestenfalls nach Stunden von der Gasse (wenn die Kamera-Teams gelangweiligt abgezogen sind) und lässt sie machen, anstatt die wegzukärchern und wegen Nötigung und schweren Eingriff in den Straßenverkehr wegzusperren
Das stimmt so nicht, in Bayern sitzen auch mehrere "Straßenkleber" in Präventivhaft

Ansonsten find ichs immer lustig, wie du von Kolumbien aus unsere Situation bewertest. Bei mir im Werk z.B. wird gerade investiert und umbgebaut wie schon seit Jahren nicht mehr, da merkt man von ner Krise nix...
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Re: Ukraine

Beitrag von Herr Rossi » 19.11.2022, 17:48

KidStealth hat geschrieben:
19.11.2022, 16:42
Ansonsten find ichs immer lustig, wie du von Kolumbien aus unsere Situation bewertest. Bei mir im Werk z.B. wird gerade investiert und umbgebaut wie schon seit Jahren nicht mehr, da merkt man von ner Krise nix...
Man kann Analysen anhand von Zahlen vornehmen. Dafür muss man nicht im Land sein. Ich habe hier ja auch schon mehrfach solche Eckdaten zur wirtschaftlichen Lage gepostet.

Was für ein Werk ist das denn bei dir? Ich glaube es würde auch niemand behaupten, dass pauschal alle Wirtschaftsbereiche betroffen sind. Wenn man keine hohe Energieabhängigkeit hat, dann betrifft einen die Krisenlage in dem Bereich halt nicht so massiv. Und wie ist bei euch die Rohstoffabhängigkeit? Da müsstet ihr ja zumindest allein die 20% Wertabfall des EUR gegenüber dem Dollar in den letzten Monaten gespürt haben oder bezieht ihr euer Material primär aus dem Euro Raum?
Ich kann dir aus meinem Umfeld sagen (Kunden sind primär Steuerberater), dass es in vielen Branchen massive Probleme gibt. So wie dein Blick ist aber auch meiner wenig hilfreich, da es anekdotische Einblicke ins eigene Umfeld sind. Das sagt nur wenig über die Gesamtlage.

Wir selbst als kleine IT Bude können z.B. viele Dinge ebenfalls nicht mehr so wie früher liefern. Das ist allerdings kein durch die aktuelle Lage verursachtes Problem, sondern eine Folge der Corona Politik und der dadurch gerissenen Lieferketten. Irgendwie kriegt man sein Zeug noch, aber oft halt mit Kompromissen. Das sind sehr konkrete Auswirkungen, die eben nicht nur eingebildet sind, sondern die man ganz real an den Märkten beobachten kann.

Für die Gesamtlage kannst du dir solche Dinge wie den ifo Geschäftsklimaindex anschauen. Der Index bildet die Eigeneinschätzung der Betriebe ab und hier geht es nunmal munter bergab:

https://www.ifo.de/sites/default/files/ ... 1666684255

Du kannst den Rahmen auch noch größer spannen und dir z.B. die Handelbilanz der EU anschauen:

Bild

Glaubst du wirklich sowas bleibt ohne Konsequenzen und wir unken hier nur des Unkens wegen?

Die 2 Millionen Menschen, die sich bei der Tafel Lebensmittel abholen müssen, werden wohl auch kaum der Meinung sein, dass für sie großer Wohlstand herrscht.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/armut ... 27f0d9cb25
Die Zahl der Bedürftigen, die sich Lebensmittel bei der Tafel holen, war noch nie so hoch wie zurzeit. »Seit Jahresbeginn verzeichnen wir einen Anstieg der Kundinnen und Kunden von 50 Prozent«, sagte der Vorsitzende des Dachverbands Tafel Deutschland, Jochen Brühl, der Düsseldorfer »Rheinischen Post«. Insgesamt kämen etwa zwei Millionen Menschen.
Zu Corona, wobei ich dazu eigentlich längst jede Diskussion aufgegeben habe, aber du hast ja gefragt, ein Teil deiner Frage gibt es hier als Antwort:

Bild

Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/N ... cationFile
Ich hoffe das RKI ist für dich als Quelle seriös genug... für mich ist es das ehrlich gesagt schon lange nicht mehr.

Und diese Daten haben wir TROTZ dessen, dass die Daten dazu immer weniger erfasst werden:

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Re: Ukraine

Beitrag von Herr Rossi » 22.11.2022, 22:50

@KidStealth: Ich frage jetzt einfach mal, weil du jetzt schon das zweite Mal in die Diskussion hier einen Beitrag reingehauen hast und danach kam von dir dann nichts mehr. Eine Diskussion willst du vermutlich nicht oder?

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Re: Ukraine

Beitrag von KidStealth » 23.11.2022, 00:03

Herr Rossi hat geschrieben:
22.11.2022, 22:50
@KidStealth: Ich frage jetzt einfach mal, weil du jetzt schon das zweite Mal in die Diskussion hier einen Beitrag reingehauen hast und danach kam von dir dann nichts mehr. Eine Diskussion willst du vermutlich nicht oder?
Sorry, ich hab leider nicht jeden Tag Zeit große Posts zu verfassen. Beim ersten mal waren dann zwei Seiten beschrieben, da hatte ich keine Lust mehr...

Wir sind Automobilzulieferer, und das was bei uns die größten Probleme macht ist die Bauteilverfügbarkeit, aber das seit Beginn der Pandemie.

Ihr schreibt immer, das die Industrie abwandern wird: wohin denn? In Europa sind die Energiepreise überall hoch. Ausserhalb gibts halt oft nicht die benötigten Mitarbeiter (wenn ich daran denke, wieviele Produkte schon wieder zurück gekommen sind weil die Linien in anderen Werken nicht gelaufen sind)
Das wir massiv an Wohlstand verlieren werden ist leider so, aber wie soll man das in der momentanen Lage ändern? Nicht die jetzige Regierung hat unseren Energiemarkt verkackt, das zieht sich schon über lange Jahre dahin (ich bin in Bayern, ich weis wovon ich rede :bash: )
Zu Corona, wobei ich dazu eigentlich längst jede Diskussion aufgegeben habe, aber du hast ja gefragt, ein Teil deiner Frage gibt es hier als Antwort:
Die Statistik für nen Unwirksamkeit der Impfung heranzuziehen ist albern. wir haben im Schnitt ne Impfquote zwischen 70-75%, also werden die geimpften auf der Intensivstation zwangsläuig mehr, da die Impfung ja leider keinen 100%igen Schutz bietet. Ich verfolge auch nur die Impfbettenbelegung in meinem Landkreis, da waren seit Frühjahr nie mehr als 3 Leute mit Corona auf Intensiv.
Ausserdem werden in der Statistik leider auch Patienten mit erfasst, die MIT Corona auf Intensiv liegen (Herzinfarkt, Unfall etc.) das verfälscht die Statistik noch zusätzlich.
Also ist das m.E. kein Beweis das die Impfung keinen Eigenschutz bietet!

zum Ifo-Geschäftklimaindex lass ich mal Volker Pispers ran: Die akademischen Kaffeesatzleser telefonieren mit den Glaskugelbesitzern
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Re: Ukraine

Beitrag von Herr Rossi » 23.11.2022, 06:11

KidStealth hat geschrieben:
23.11.2022, 00:03
Sorry, ich hab leider nicht jeden Tag Zeit große Posts zu verfassen. Beim ersten mal waren dann zwei Seiten beschrieben, da hatte ich keine Lust mehr...
War ja auch nur eine Vermutung von mir. Weil wenn kein Interesse bestehen sollte, dann spare ich mir das halt auch. Versuche mich etws kürzer zu fassen.
KidStealth hat geschrieben:
23.11.2022, 00:03
Wir sind Automobilzulieferer, und das was bei uns die größten Probleme macht ist die Bauteilverfügbarkeit, aber das seit Beginn der Pandemie.

Ihr schreibt immer, das die Industrie abwandern wird: wohin denn? In Europa sind die Energiepreise überall hoch. Ausserhalb gibts halt oft nicht die benötigten Mitarbeiter (wenn ich daran denke, wieviele Produkte schon wieder zurück gekommen sind weil die Linien in anderen Werken nicht gelaufen sind)
Das wir massiv an Wohlstand verlieren werden ist leider so, aber wie soll man das in der momentanen Lage ändern? Nicht die jetzige Regierung hat unseren Energiemarkt verkackt, das zieht sich schon über lange Jahre dahin (ich bin in Bayern, ich weis wovon ich rede :bash: )
Sie gehen dorthin wo Energie billiger ist und natürlich auch der Markt mehr Perspektive bietet.
Bei BASF ist das z.B. China, allerdings bereits auch schon vorher geplant:
https://www.rnd.de/politik/basf-baut-pr ... QRXQI.html

Für viele andere Unternehmer bietet sich auch die USA an:
https://www.handelsblatt.com/technik/it ... 97464.html

Oder hier:
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9091
Der Handelsstreit zwischen der EU und den USA um die US-Investitionsprogramme in dreistelliger Milliardenhöhe weitet sich aus. Wie berichtet wird, ist von den Programmen nicht nur die Herstellung von Elektroautos und der dazugehörigen Batterien in der EU bedroht, sondern etwa auch die Windkraft- sowie die Wasserstoffbranche – sämtlich Industriezweige, die in den Zukunftsplänen Berlins und der EU einen zentralen Stellenwert einnehmen. Ursache ist, dass die US-Maßnahmen, darunter der Inflation Reduction Act, Hunderte Milliarden US-Dollar an Subventionen in Aussicht stellen, die aber nur für in den USA hergestellte Produkte vergeben werden. Damit nötigt Washington Konzerne aus Europa, aber auch aus Japan und Südkorea, sich in den Vereinigten Staaten anzusiedeln, um den Subventionsschub zu nutzen.
Und da wirds ein wenig perfide, denn die USA werden für die Zukunft diejenigen sein, die uns als Primärlieferant für LNG dienen, daran gut verdienen, ihre Frackingindustrie nebenbei sanieren (vorher haben sie das Gas kaum losbekommen) und oben drauf sich einen Wettbewerbsvorteil rausholen, indem sie Firmen, die dorthin gehen, günstige Energiekosten anbieten können.
KidStealth hat geschrieben:
23.11.2022, 00:03
Die Statistik für nen Unwirksamkeit der Impfung heranzuziehen ist albern. wir haben im Schnitt ne Impfquote zwischen 70-75%, also werden die geimpften auf der Intensivstation zwangsläuig mehr, da die Impfung ja leider keinen 100%igen Schutz bietet. Ich verfolge auch nur die Impfbettenbelegung in meinem Landkreis, da waren seit Frühjahr nie mehr als 3 Leute mit Corona auf Intensiv.
Ausserdem werden in der Statistik leider auch Patienten mit erfasst, die MIT Corona auf Intensiv liegen (Herzinfarkt, Unfall etc.) das verfälscht die Statistik noch zusätzlich.
Also ist das m.E. kein Beweis das die Impfung keinen Eigenschutz bietet!
Wenn wir eine Impfquote von 70-75% haben und auf Intensiv 80% Menschen mit einer Impfung landen, dann ist das bei einer wirksamen Impfung sicher nicht normal. Wenn sie nicht 100% wirkt, was übrigens sogut wie für alle Impfungen gilt, dann sollte man bei überhaupt irgendeiner Wirksamkeit zumindest erwarten, dass die Quote der schwer Erkrankten unter der Impfquote liegt. Tut es aber nicht.
Aber: Zur Statistik gebe ich dir recht und genau deswegen kann man tatsächlich auf Basis der Zahlen, die in Deutschland erfasst werden, eigentlich gar keine saubere Diskussion führen, denn wir haben praktisch keine belastbaren Daten und das ist in der Tat ein absolutes Unding. Die haben hier das größte Ding der letzten 100 Jahre aufgemacht, kriegen dabei aber in allen Breichen praktisch kein Zahlenmaterial hin, was auch nur ansatzweise belastbar wäre. Auf Basis dieses Datenmülls veranlassen sie dann aber die größten Grundrechteeinschränkungen, die wir jemals hatten und starten nebenbei noch eins der größten Medikamentenexperimente ever und wundern sich dann, dass das nicht jeder mitmacht?

Es gibt aber auch ein paar Dinge, die weltweit zu beobachten sind und die man zumindest mal diskutieren sollte: Deutlicher Rückgang der Geburtenraten und statistisch auffällige Übersterblichkeiten, die sich nicht durch COVID erklären lassen, denn die Zahlen sind erst danach gestiegen. Ich glaube darauf bezog sich Toska auch. Ich selbst habe Todesfälle in meinem Umfeld, bei denen zumindest der Verdacht aufgrund der zeitlichen Nähe und der Todesursache im Raum steht, dass es ursächlich mit der Impfung zusammenhängen könnte. Herzmuskelenzündungen sind mittlerweile -zumindest in meinem Umfeld- fast schon sowas wie eine Volkskrankheit. Man müsste mal in die Sterbestatistik reinschauen, denn die liefert tatsächlich recht gute Daten zu den Todesursachen. Sagen kann man aber definitiv, selbst wenn man nur die Zahlen heranzieht, die offiziell zugegeben werden, wie z.B. durch das Paul Ehrlich Institut, dass wir noch nie eine Impfung hatten, die ein ein derart gravierendes Schadensbild zurücklässt. Dieses war übrigens bereits nach den ersten Veröffentlichungen von Pfizer bereits weit vor der Zulassung erkennbar, wenn auch natürlich nicht 100% vorhersagbar, aber es wurde ja nicht diskutiert und ein Karl Lauterbach hat noch bis vor ein paar Monaten behauptet, dass es eigentlich sogar gar keine unerwünschten Wirkungen gäbe. Ähnliche Töne habe auch unsere Medien in der breiten Masse lange Zeit angestimmt.

Aber: Lass es nicht die Impfung sein, sondern meinetwegen "nur" die Folge von verschobenen Vorsorgen oder generell verminderter Konsultation von Ärzten, vieles davon wäre komplett vermeidbar gewesen, wenn man keine Vodoomedizin, die auf Glauben und Dogmen beruht, betrieben hätte, sondern wenn man die ergriffenen Maßnahmen auf Basis von Evidenz und somit von realer Wissenschaft vorgenommen hätte. Hat man aber nicht und wollte man offensichtlich auch nicht. Streeck hat das am Anfang mit seiner Heinsberg Studie versucht, danach kam nie mehr irgendwas.

Es gibt übrigens durchaus Hinweise darauf, dass die Maßnahmen tatsächlich ursächlich für das "Schadensbild" sind, denn Schweden z.B., welches nur sehr milde Maßnahmen hatte, und deren Impfquote ähnlich unserer ist (wobei die glaube primär AstraZeneca verimpft haben) hat keine Auffälligkeiten in seiner Sterbestatistik. Geburtenrate weiß ich allerdings gerade nicht.

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Re: Ukraine

Beitrag von KidStealth » 23.11.2022, 21:07

Das ist halt seltsam: ich kenne keinen in meinem Umfeld, der ne Herzmuskelentzündung hat/hatte, die Todesfälle im Umfeld waren mit akutem Corona. Die Hausärztin bei mir in der Familie erzählt ähnliches, der Frauenarzt hat genauso viele Schwangere wie sonst auch... :gruebel:
Streek hatte halt auch ein paar handwerkliche Fehler in seiner Studie, ob Dummheit oder Absicht weis man nicht, (Infektionszahl aus Landkreis, Sterblichkeit? nur Stadtgebiet) deswegen wurde der ne Weile nicht ernst genommen.

Zur Abwanderung in die USA: wenn Europa dermassen viel Geld in Subventionen stecken würde, kämen die Firmen auch von überall her, egal wie die Energiekosten sind... :roll:
Die Amis könne sich des aber auch leisten, deren Staatsverschuldung ist ja Zinsfrei...
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Re: Ukraine

Beitrag von Herr Rossi » 24.11.2022, 09:27

KidStealth hat geschrieben:
23.11.2022, 21:07
Das ist halt seltsam: ich kenne keinen in meinem Umfeld, der ne Herzmuskelentzündung hat/hatte, die Todesfälle im Umfeld waren mit akutem Corona. Die Hausärztin bei mir in der Familie erzählt ähnliches, der Frauenarzt hat genauso viele Schwangere wie sonst auch... :gruebel:
Deswegen schrieb ich ja auch, dass solche Erfahrungen im eigenen Umfeld wenig hergeben. Ich z.B. hatte erst letzte Woche wieder zwei Fälle im näheren Umfeld, die mit einer Herzmuskelentzündung im Krankenhaus gelandet sind. Kann alles auch Zufall sein.
Dass es Nebenwirkungen gibt und diese auch gravierend sein können, ist glaube nicht mehr strittig oder?

Zu den Sterbezahlen sieht es jedoch definitv auffällig aus.
Du kannst dir die aktuellen Sterblichkeitsraten in verschiedenen Ländern z.B. über solche Seiten wie die hier anschauen:
https://mpidr.shinyapps.io/stmortality/

Du kannst den Vergleichszeitraum selbst wählen und so z.B. auch einfach 21 mit 22 vergleichen. Länder wie Neuseeland oder Australien, die heftigste Einschränkungen hatten und eine ziemlich hohe Impfquote haben, sehen für 2022 nicht wirklich gut aus. Schau dir dann auch gerne mal z.B. Schweden an.
Das stellt keine Kausalität da, aber es sollte mindestens mal die Frage in den Raum gestellt werden, ob Maßnahmen und/oder Impfungen überhaupt etwas gebracht haben (im Sinne von Schutz des Lebens). Das ist übrigens auch immer der Kern der Kritik gewesen, dass die Verhältnismäßigkeit nicht stimmt bzw. die ergriffenen Maßnahmen sogar im Bezug auf den allgemeinen Gesundheitsschutz kontraproduktiv wirken. Wenn man ohne Verhältnismäßigkeit Grundrechte einschränken / aushebeln kann bzw. es der Exekutive erlaubt damit durchzukommen, dann sind Grundrechte nicht mehr viel wert, zumal sie genau umgekehrt wirken sollten, sie sind gedacht als Schutzrechte des Bürgers vor der Übergriffigkeit des Staates und seiner Organe. Ich hoffe ernsthaft, dass wir noch in eine saubere Phase der Aufarbeitung kommen, damit daraus zumindest für die Zukunft etwas gelernt wird.
KidStealth hat geschrieben:
23.11.2022, 21:07
Streek hatte halt auch ein paar handwerkliche Fehler in seiner Studie, ob Dummheit oder Absicht weis man nicht, (Infektionszahl aus Landkreis, Sterblichkeit? nur Stadtgebiet) deswegen wurde der ne Weile nicht ernst genommen.
Es geht nicht um Streecks Heinsberg Studie alleine. Die Kritik liegt darin, dass keine weiteren Kohortenstudien vorgenommen wurden (Schweden hatte das z.B. getan, jedenfalls haben die regelmäßig den Durchseuchungsgrad ihrer Bevölkerung ermittelt). Genau diese hätten aber zu jeder Zeit saubere Daten dazu liefern können womit wir es bei SARS-COV2 konkret zu tun haben, inkl. der Option sich möglichst genau der realen Fallsterblichkeitszahl anzunähern, die widerum die Chance gegeben hätte das Gesamtrisiko realistisch einzuschätzen und in Folge dessen kann man dann auch Grundrechteeinschränkungen (in einem gewissen Umfang) fundiert begründen oder eben auch nicht.
Das Fehlen von sauberen Daten wurde im übrigens ja auch im Evaluierungsbericht angemerkt.

Geburtenrate lasse ich jetzt mal weg, weil sonst wird es wieder zu lang. Vielleicht später noch mal, wobei ich in dem Thema ehrlich gesagt auch nicht wirklich drin bin. Habe das nur am Rande verfolgt und es kam ja auch eigentlich von Toska. Vielleicht hat er dazu was.

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Re: Ukraine

Beitrag von Roland von Gilead » 24.11.2022, 18:57

Ich kann aus eigener Erfahrung und aus dem nahen Umfeld sehr viel Zum Thema Cov19 aufschreiben, hatte auch eben einiges dazu verfasst - aber das gehört meiner Meinung nach nicht hier hin und ist auch zu persönlich, hab es nicht abgeschickt und wegen zu viel Offtopic.

Das einzige was ich zum Thema Übersterblichkeit vermute, durch die anhalten Schutzmaßnahmen ist unser Immunsystem schwer im Arsch. Ich selber knapse noch immer nach meiner Cov19 Infektion, einer im Anschluss kommen Grippe rum. Ich lag vorgestern noch mit über 39Grad Fieber im Bett, und mir geht es langsam besser. Wüsste nicht wann ich das letzte mal Fieber hatte ....

Dazu ist mein Vater im Oktober 84 Jährig verstorben, an einem Herzinfarkt und wird auch in der Statistik der Übersterblichkeit geführt :( Vormittags war er bei der Grippeschutzimpfung wie jedes Jahr, nachmittags war ertot. Er hatte vorher etwas Probleme mit dem Herzen, die Tage vorher noch Kreislaufprobleme und sehr niedrigen Blutdruck weswegen die Blutdruckmittel ausgesetzt worden. Die 4 x Cov. 19 Impfungen haben ihm die Jahre nichts ausgemacht. Aber ob es es mit der Grippe Impfung zu tun hatte, wissen wir nicht - den Tag ging es ihm vormittags jedenfalls noch sehr gut. Der uns befreundete Bestatter erzählte uns jedenfalls das er im Oktober außerordentlich viel zu tun hatte.

Zum Thema Geburtenrückgang da gibt es bestimmt einige gute erklärbare Gründe, sei es die Kontaktbeschränkungen dank Corona - viele junge Menschen konnten sich ja gar nicht verlieben, sei es die Zukunftsangst ( Wirtschaft, Krieg), die Angst durch Cov19 oder der Impfung sein ungeborenes Kind zu schädigen. Ich denke da spielt eine Menge rein. Die letzten 3 Jahre haben der allgemeinen Stimmung nicht positiv bei getragen, ich denke Depressionen etc. haben Hochkonjunktur - ich selber zwinge mich dazu weniger Nachrichten zu sehen & Dinge zu akzeptieren. Zur Zeit gar nicht so einfach.


BTT:

Hier mal ein recht neutraler Bericht eines BWler a.D bei N-tv

https://www.n-tv.de/mediathek/videos/po ... 40490.html
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Bild Bild Bild Bild

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Re: Ukraine

Beitrag von Herr Rossi » 24.11.2022, 20:31

Roland von Gilead hat geschrieben:
24.11.2022, 18:57
Ich kann aus eigener Erfahrung und im nahen Umfeld sehr viel Zum Thema Cov19 aufschreiben, hatte auch eben einiges dazu verfasst - aber das gehört meiner Meinung nach nicht hier hin und ist auch zu persönlich, hab es nicht abgeschickt und auch zu viel Offtopic.
Das kann ich verstehen und ich bleibe mit eigenen Erfahrungen auch selbst eher zurückhaltend, zumal ich die Krankheit auch nicht irgendwie runter schreiben möchte. Ein Freund von mir ist mehrfach auf einer Intensivstation für schwere Fälle eingesprungen und die Schilderungen dazu klangen echt nicht schön.
Meine Kritik in Bezug auf den Umgang mit der Krankheit unabhängig von meiner Position zu den Maßnahmen ist auch eigentlich etwas weitreichender, da ich insgesamt unsere Medizin sehr kritisch sehe. Das liegt an eigenen Erfahrungen, aber halt auch an Schilderungen von Bekannten und Freunden, die im System arbeiten. Meine Freundin hatte ebenfalls 16 Jahre in dem Bereich gearbeitet.
Der Freund, der auf intensiv war, hat mal als Antwort auf einen meiner Kommentare, wonach ich bei einer eigenen (COVID) Erkrankung ums Verrecken versuchen würde mich vom Krankenhaus fernzuhalten, kurz und knapp geantwortet: Ja, wahrscheinlich würde das deine Chancen erhöhen.
Und er hat bis auf die Anfangszeit alle Maßnahmen als gerechtfertigt mitgetragen, weil er bis heute der Meinung ist, dass das Ausmaß der Krankheit gravierend war.

Ich lehne auch überhaupt nicht die Schulmedizin, die mit wissenschaftlicher Methodik auf Basis von Evidenz funktioniert, ab. Ich sehe sogar, dass wir mittlerweile unglaublich viel Wissen über den Körper, Krankheiten und deren Behandlung haben, aber das System zerstört viele Ansätze dieses Wissen auch tatsächlich im Interesse der Erkrankten anzuwenden.
Roland von Gilead hat geschrieben:
24.11.2022, 18:57
Das einzige was ich zum Thema Übersterblichkeit vermute, durch die anhalten Schutzmaßnahmen ist unser Immunsystem schwer im Arsch. Ich selber knapse noch immer nach meiner Cov19 Infektion nach einer im Anschluss kommen Grippe rum. Ich lag vorgestern noch mit über 39Grad Fieber im Bett, und mir geht es langsam besser. Wüsste nicht wann ich das lette mal Fieber hatte ....
Schutzmaßnahmen, die deinem Immunsystem schaden, sind kontraproduktiv oder? Das ist einer der zentralen Kritikpunkte vieler Menschen gewesen, die dafür als Leugner, Schwurbler oder gar direkt als Nazis wegdiffamiert wurden. Der Leugner darunter war sogar noch fast perfider als der Nazi, denn zumindest ich habe bis auf ein paar wenige Ausnahmefälle eigentlich nie jemanden getroffen, der Corona geleugnet hätte, doch es hat die inhaltiche Kritik perfekt umgelenkt, weil viele sich in der Not sahen überhaupt erstmal aus dieser Leugnerfalle rauszukommen. Aus Sicht der Propaganda muss ich anerkennen, dass das ein sehr gekonnter Move war! :)
Roland von Gilead hat geschrieben:
24.11.2022, 18:57
Zum Thema Geburtenrückgang da gibt es bestimmt einige gute erklärbare Gründe, sei es die Kontaktbeschränkungen dank Corona - viele junge Menschen konnten sich ja gar nicht verlieben, sei es die Zukunftsangst ( Wirtschaft, Krieg), die Angst durch Cov19 oder der Impfung sein ungeborenes Kind zu schädigen. Ich denke da spielt eine Menge rein. Die letzten 3 Jahre haben der allgemeinen Stimmung nicht bei getragen, ich denke Depressionen etc. haben Hochkonjuktur - ich selber zwinge mich dazu weniger Nachrichten zu sehen & Dinge zu akzeptieren. Zur Zeit gar nicht so einfach.
Ich glaube ganz so einfach ist es nicht, denn es gibt da wohl eine auffällige Korrelation im einer Zeitspanne von grob 9 Monaten. Und ein solcher Wert lässt halt schon aufhorchen. Allerdings: Ich verfolge das alles nur noch ganz am Rande und evtl. stimmt das so auch nicht, aber zumindest scheint bei Toska dazu auch was angekommen zu sein und vielleicht hat er mehr Details.

Ganz generell müssen wir das Thema hier aber wegen mir auch nicht unbedingt ausbreiten. Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass vieles zumindest im Bereich der medizinischen Aspekte doch recht sauber aufgearbeitet werden wird und solche Dinge dann auch belegt oder eben wiederlegt werden. Corona ist einfach zu groß und auch wenn vieles in der Wissenschaft echt nicht mehr gut läuft und gerade in der westlichen Spähre schlimmstens von Kapitalinteressen diverser Pharmakonzerne und Stiftungen durchseucht ist, es wird dennoch nicht zu verhindern sein.

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Re: Ukraine

Beitrag von DarkSoul » 25.11.2022, 05:31

Nur mal so an Rande zum Thema Geburtenrückgang.
Wir haben da doch gerade die 8 Millarden geknackt ... wenn da aufgrund von Geburtenrückgängen in den nächsten 100 Jahren die Hälfte draus wird, ist doch gut für den Planeten.

Herr Rossi
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Re: Ukraine

Beitrag von Herr Rossi » 25.11.2022, 06:03

DarkSoul hat geschrieben:
25.11.2022, 05:31
Nur mal so an Rande zum Thema Geburtenrückgang.
Wir haben da doch gerade die 8 Millarden geknackt ... wenn da aufgrund von Geburtenrückgängen in den nächsten 100 Jahren die Hälfte draus wird, ist doch gut für den Planeten.
Vielleicht ja, aber doch nicht über eine unerwünschte Nebenwirkung einer medizinischen Maßnahme, die einen anderem Ziel dient und zudem auch noch ohne das Wissen und die Einwilligung dazu durch die Menschen?
Und ich glaube es ist zudem wohl auch kein dauerhafter Effekt. In Deutschland war der Einbruch zwar statistisch auffällig, aber die Werte normalisieren sich wohl gerade wieder. Um es mal mit einem berühmten Drosten Zitat auszudrücken: Damit hält man das nicht auf! ;)

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